Betriebsfeld

 

Schematischer Netzplan des Betriebsfeldes

Als Ausgabemedium der Bedienhandlungen an den Stellwerken dient eine Modellbahnanlage der Baugröße H0.

Die Modellinfrastruktur hat abweichend vom üblichen H0-Maßstab 1:87 einen Längenmaßstab von 1:250. Der Breitenmaßstab wurde nicht verändert. So ergeben die derzeit etwa 270 m Modellbahngleis umgerechnet eine Streckenlänge von 28,6 km und eine Gleislänge von rund 68 km. Von den 28,6 km Streckenlänge sind 17,3 km zweigleisig und 11,3 km eingleisig.

In den einzelnen Betriebsstellen gibt es insgesamt 90 fernbediente und 9 ortsgestellte Weichen. Dazu kommen vier Rückfallweichen im Bereich der Strecke mit Zugleitbetrieb. Die Stellwerke steuern derzeit 57 Haupt- und 24 Vorsignale. Es gibt 260 Zug- und Rangierfahrstraßen.

Die Modellzüge werden digital über ein DCC-Signal gesteuert. Zum Einsatz kommt eine Digitalzentrale der Firma Uhlenbrock. Alle (jüngeren) Elemente der Modellinfrastruktur (Signale, Weichen, Gleisfreimeldeabschnitte…) sind an ein LocoNet angeschlossen. Alle Infrastrukturelemente werden in einer zentralen Datenbank verwaltet.

Vorbildkonformes Verhalten der sicherungstechnischen Elemente sowie der Fahrzeuge wird durch im EBuEf entwickelte Soft- und Hardwarekomponenten nachgebildet. Dazu zählt auch eine im Dezember 2010 in Betrieb genommene Zugnummernmeldeanlage, die – in Abhängigkeit der Fähigkeiten der Studierenden und Schulungsteilnehmer einzelne Streckenabschnitte oder die gesamte Anlage abdeckt.

In den jüngeren Netzteilen werden die Fahrzeuge seit Herbst 2011 durch eine Software gesteuert, wodurch die Realitätsnähe deutlich gesteigert werden konnte, da erstmals im EBuEf unterschiedliche Fahrtbegriffe an Signalen zu unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten der Fahrzeuge führen und Beeinflussungen an Vorsignalen zu realitätsnahen Fahrzeitverlusten durch Bremsvorgänge führen.

Ende 2011 wurde der schon in den 1960er Jahren gebaute Zentralarbeitsplatz im EBuEf modernisiert und erstmals in Betrieb genommen. Ein Trainer hat von dort über zentrale Steuerungssoftware die Möglichkeit, einerseits den Betrieb zu verfolgen und bei technischen Störungen einzugreifen. Andererseits kann er auch realitätsnahe technische Störungen generieren, um so den Studierenden und Schulungsteilnehmern in den Stellwerken vom Regelbetrieb abweichende Aufgaben zu geben.